Technische Informationen
Wie werden Kupfer und Edelstahl bei Falk-Kochgeschirr miteinander verbunden?
Als ein junger Wirtschaftsingenieur namens Paul Van Achter 1983 die Technik der Verbindung von Edelstahl mit Kupfer perfektionierte, ahnte er noch nicht, dass dies die Art und Weise, wie Kupferkochgeschirr seit mehr als 200 Jahren hergestellt wurde, revolutionieren würde.
Bis dahin war Kupferkochgeschirr in der Regel mit einer dünnen Zinnschicht ausgekleidet, die zwar die notwendige Trennung zwischen den zu garenden Speisen und dem wärmeleitenden Kupfer herstellte, jedoch keineswegs eine ideale Lösung darstellte. Zinn hat einen Schmelzpunkt von nur 232 Grad Celsius, wodurch es für das Kochen bei hohen Temperaturen ungeeignet ist und regelmäßig und kostspielig neu verzinnt werden muss.
Edelstahl hingegen ist praktisch unzerstörbar und absolut hygienisch, verfügt jedoch nicht über die gleichen Leitfähigkeitseigenschaften wie Kupfer. Die Innenbeschichtung musste daher sehr dünn sein (0,2 mm), um die hervorragende Wärmeverteilung und -steuerung nicht zu beeinträchtigen, die Kupferkochgeschirr bei Köchen auf der ganzen Welt so hoch geschätzt gemacht hatte.
Kupfer ist ein weiches, duktiles Metall, das sich im erhitzten Zustand leicht mit Handwerkzeugen formen lässt. Edelstahl ist weitaus weniger duktil und erfordert zum Pressen und Formen Spezialmaschinen.
Die größte Herausforderung für Paul beim Versuch, eine dünne Schicht Edelstahl und eine dicke Schicht Kupferblech zu laminieren, bestand darin, eine dauerhafte Verbindung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Metallen herzustellen, die sich nicht lösen würde, wenn diese gepresst würden, um Töpfe und Pfannen zu formen.
Die Verbindung zwischen den Metallen entsteht durch das Zusammenpressen unter sehr hohem Druck (850 Tonnen/cm²), was zu einer metallischen „interkristallinen“ Verbindung führt.
Drei Jahre des Ausprobierens führten schließlich zur Entdeckung von Heizelementen, die, wenn sie in den Laminierungsprozess integriert wurden, es ermöglichten, das Bimetall auf eine Temperatur zu erhitzen, die hoch genug war, um die für das Pressen erforderliche Duktilität zu erreichen.
Das Endergebnis wurde bald zum „Goldstandard“ für Kochgeschirr und wurde rasch von anderen Herstellern hochwertigen Kupferkochgeschirrs übernommen, die nun dasselbe Bimetall für ihre Premium-Produktlinien verwenden.